Essensplan erstellen für eine Woche

Ein Speiseplan spart Zeit und Geld
Jeden Tag ein gesundes und abwechslungsreiches Essen auf den Tisch zu bringen, womöglich
Eine Tafel mit einem Speiseplan
Einen Essensplan erstellen spart Zeit
Foto: © Friedberg
noch für eine mehrköpfige Familie, ist eine echte Herausforderung. Täglich stellt sich die Frage, was darf es heute sein und ein spontaner Besuch im nächsten Supermarkt gehört fast schon zum Ritual. Ein Speiseplan macht es möglich, viel Zeit und Geld zu sparen und außerdem die Nerven zu schonen. Auf diese Weise erleichtert man sich ganz einfach den Alltag.

Die Vorteile eines Speiseplans

Abwechslung:
Mit einem Speiseplan ist es zu schaffen, abwechslungsreich zu kochen und nicht drei Tage hintereinander Nudeln auf den Tisch zu bringen. Dabei berücksichtigt man trotzdem die persönlichen Vorlieben.

Finanzielle Planung:
Ein Essensplan bringt vor allem eines, und zwar das Sparen von Geld. Durch den Plan kann ein festgelegtes Wochenbudget sehr gut eingehalten und die Gerichte danach ausgewählt werden. Steht an einem Tag ein saftiges Steak auf der "Karte", gibt es am nächsten Tag ein preiswertes Gericht wie Eierkuchen o.ä. Dabei werden die wöchentlichen Sonderangebote der Lebensmitteldiscounter oder Fachgeschäfte berücksichtigt.

Keine Spontankäufe:
Durch das Erstellen des Planes steht genau fest, welche Zutaten benötigt werden. Nach diesen wird die Einkaufsliste geschrieben und exakt abgearbeitet. Spontankäufe werden stark reduziert, dies spart viel Geld.

Weniger verdorbene Lebensmittel:
Beim Kauf der Zutaten und der Planung der Speisen über die Woche steht fest, wann was auf den Tisch kommt. Bei einem Haupteinkauf pro Woche werden so nur die frischen Waren besorgt, die auch entsprechend verarbeitet werden können. Bei der Planung wird die Haltbarkeit der Zutaten, wie zum Beispiel Obst und Gemüse, berücksichtigt. Dies bringt ebenfalls finanzielle Vorteile.

Zeitmanagement:
Wer es schafft, einmal in der Woche einen Speiseplan zu erstellen, braucht nicht täglich überlegen, was es heute zu essen gibt und spart sich extra noch die Zeit der zusätzlichen Supermarktbesuche. Zudem kann aufgrund des Speiseplans eventuell vorgekocht oder vorbereitet werden. Haben die Kinder an einem Tag Training oder kommt man selbst spät von der Arbeit, kann dies beim Abendbrot berücksichtigt und so Zeit gespart werden.

Jeder kommt auf den Geschmack:
Den Geschmack von allen zu treffen, die am Tisch sitzen, ist oft nicht so einfach. Mit einem Speiseplan kann Rücksicht auf jeden einzelnen genommen werden, keiner wird vernachlässigt.
Eine Erdbeerkaltschale für den Frühling
Berücksichtigen Sie im Essensplan auch saisonale Produkte
Foto: © StefanieB.
Gibt es den einen Tag die Leibspeise für den einen, folgt am nächsten Tag die eines anderen.

Ernährung mit saisonalen Produkten:
Wird der Plan erstellt, greift man öfters auf Produkte der Saison zu. Dies ist nicht nur finanziell von Vorteil, sondern auch gesünder und abwechslungsreicher.

Entspanntes Einkaufen:
Da durch den Speiseplan die genaue Zutatenliste feststeht, lässt es sich viel entspannter mit einer einfachen Einkaufsliste shoppen gehen. Die Liste im Supermarkt abarbeiten - fertig!

Abnehmen / Zunehmen:
Viele Menschen, die abnehmen wollen, nutzen die Chance eines Speiseplans. Mit seiner Hilfe haben sie einen genauen Überblick über die Mahlzeiten, die Kalorien und Zutaten. Dies ist auch ideal für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine spezielle Diät einhalten müssen, wie etwa Diabetiker oder an Zöliakie erkrankte Personen. Sportler, die speziell auf einen bestimmten Muskelaufbau hinarbeiten, nutzen Speisepläne ebenso gern.

Wie erstelle ich einen Essensplan?
Bringen Sie möglichst alle Familienmitglieder an einen Tisch. Jeder soll bzw. darf seinen Beitrag leisten. Für alle am Tisch gibt es einen Tag mit seinem Wunschessen. Abwechslung bekommt man in den Plan, wenn es beispielsweise jeden Dienstag Nudeln gibt, aber jede Woche mit einer andere Sauce: zum Beispiel in der einen Woche mit Bolognese, in der nächsten mit Spinatsauce und danach mit Pesto.

Gestalten Sie den Wochenplan möglichst in Tabellenform. Darin enthalten sollten die Wochentage, die Speisen und die noch benötigten Zutaten sein. Prima ist auch, wenn darauf vermerkt ist, wer für das Essen an dem bestimmten Tag zuständig ist. Zum Beispiel: Montag, Papa, Bruschetta mit grünem Salat, noch Tomaten kaufen.

Erstellen Sie den Plan wöchentlich, beschriften Sie ihn genau mit Datum: z.B. Woche vom 7. bis 13. August. Wählen Sie zum Planen den Tag bevor Sie Ihren Wocheneinkauf erledigen und bei dem Sie die aktuellen Werbeangebote im Voraus lesen konnten.

Hängen Sie den Plan gut sichtbar für alle auf, zum Beispiel in der Küche. Gestalten Sie ihn ansprechend. Er könnte jede Woche neu in einen selbst gebastelten Rahmen gehangen werden oder auf eine Vorlage geklebt werden. Auch das schnelle Ausdrucken am Rechner bietet sich an.

Suchen Sie ab und an nach interessanten Rezepten im Internet oder in Kochbüchern, die die aktuellen Werbeangebote der Woche enthalten.

Planen Sie ein, schnell verderbliche Zutaten Anfang der Woche zu verarbeiten. Zum Beispiel die Erdbeeren Montag, die Paprika hingegen erst Freitag.

Nutzen Sie auch kostenlose Planer im Internet. Sie können schnell ausgedruckt werden und sogar die Einkaufsliste wird bei mancher Freeware automatisch mit erstellt.

Wer es schafft, einmal die Woche eine viertel Stunde Zeit konsequent aufzubringen um einen Speiseplan für die folgende Woche zu erstellen, kann sehr viel Zeit und Geld sparen. Was bei Gastronomie-Betrieben wie Restaurants oder einer Mensa einfach betriebswirtschaftlich und organisatorisch notwendig ist, bleibt auch in einem Privathaushalt hilfreich: eine gute Planung.
Text: C. D.

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