Warum Küchenhygiene so wichtig ist

Arbeitsplatz Küche - ohne Hygiene läuft gar nichts
Die Küche: hier werden Frühstücksbrötchen geschmiert, Nudeln mit Tomatensoße gekocht, leckere Braten kreiert, süße Torten und knusprige Kekse gebacken. Keine Frage, dass für all diese Dinge
Eine Frau putzt die Küche
Hygiene in der Küche - Nach dem Kochen gehts ans Putzen
Foto: © Peggy Blume
nur frische, einwandfreie Lebensmittel verwendet werden. Schließlich möchte sich niemand mit Salmonellen anstecken oder sich durch verdorbene Nahrungsmittel mit anderen Keimen oder Bakterien infizieren. So selbstverständlich wie die Auswahl von frischen Lebensmitteln sollte auch die Hygiene in der Küche sein. Denn nicht nur alte, verdorbene Speisen können zu gesundheitlichen Problemen führen, sondern auch eine mangelnde Sauberkeit bei der Zubereitung der verschiedenen Gerichte sowie ungenügende Hygiene in der Küche stellen ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar.

Tipp1 - Personenhygiene
Waschen Sie sich immer vor der Küchenarbeit gründlich die Hände. Auch zwischen den einzelnen Arbeitsgängen ist eine Händereinigung mit Flüssigseife zu empfehlen, besonders dann, wenn Sie frisches Fleisch oder frischen Fisch verarbeiten. Bevor Sie Speisen zubereiten, sollten Sie Ringe, Uhren und Armbänder ablegen und dafür sorgen, dass Ihre Haare zusammengebunden sind.

Tipp 2 - Besondere Hygiene bei Schneidebrettern
Gemüse schnippeln, Fleisch schneiden, Fisch filetieren - Schneidebretter kommen tagtäglich zum Einsatz. Leider sind sie ideale Brutstätten für Keime und Bakterien. Besonders rissige Holzbretter
bieten den Bösewichten einen perfekten Nährboden. Sie sollten daher regelmäßig ausgetauscht werden. Am hygienischsten und pflegeleichtesten sind Bretter aus Glas oder Kunststoff. Egal welche Brettchen Sie verwenden: sie sollten unmittelbar nach der Benutzung mit heißem Wasser gereinigt werden (optimalerweise in der Spülmaschine).

Tipp 3 - Spüllappen und Handtücher regelmäßig austauschen
Keine Küche ohne Spüllappen. Das gute Teil wischt verschüttete Milch auf, reinigt das Kochfeld von eingebranntem Kartoffelwasser und wird zum Säubern der Arbeitsfläche verwendet. Nach jedem Gebrauch sollte der Spüllappen gründlich ausgewaschen werden und ausgebreitet trocknen können. Mindestens aller zwei bis drei Tage ist ein Austausch notwendig. Haben Sie allerdings frisches Fleisch oder Fisch zubereitet und der Spüllappen ist damit in Berührung gekommen, so ist es besser, ihn sofort zu entsorgen. Küchenhand- und Geschirrtücher sollten ebenfalls etwa zwei bis dreimal in der Woche ausgetauscht werden. Auch hier gilt: nach der Zubereitung von Fleisch oder Fisch sollten die Tücher sofort gewechselt werden, da sie schnell zu regelrechten Keimschleudern werden. Handtücher und Geschirrtücher benötigen einen Waschgang in der Maschine bei 95 Grad Celsius, da nur so zuverlässig alle Keime und Bakterien abgetötet werden.

Tipp 4 - Vorsicht beim Auftauen von Lebensmitteln
Vorratshaltung spart Geld und Zeit, daher werden besonders Fleisch und Fisch gerne eingefroren. Taut man diese Lebensmittel wieder auf, so sollten sie hierfür in ein Sieb gelegt werden, damit die Auftauflüssigkeit gut ablaufen kann. In ihr tummeln sich viele Keime, welche schnell unliebsame Infektionen hervorrufen können. Auftauflüssigkeit nehmen Sie am besten nicht mit dem Spüllappen, sondern nur mit Küchenpapier auf.

Tipp 5 - Vermeiden von gegenseitigen Verunreinigungen (Kreuzkontamination)
Mit dem Fleischmesser gleich noch das Gemüse schnippeln oder in die Schüssel, in der das Hack zubereitet wurde, direkt den Salat geben. Schnell ist es passiert, dass ein mit Keimen oder Bakterien belastetes Lebensmittel ein anderes quasi "ansteckt". Hier hilft nur eines: die gründliche Reinigung aller Messer, Brettchen, Teller und sonstigen Arbeitsflächen, bevor der eine Arbeitsgang den anderen ablöst. Das selbe gilt für benutzte Teller, Tassen, Töpfe und Schüsseln.

Tipp 6 - Hygiene im Kühlschrank
Eier, Fleisch, Wurst, Käse, Milch, Gemüse - ein gut gefüllter Kühlschrank erfreut das Herz der Hausfrau. Doch ist auch alles richtig eingeräumt? Kritische Lebensmittel wie etwa Eier und Geflügelfleisch sollten immer getrennt voneinander aufbewahrt werden. Obst und Gemüse gehören in die dafür vorgesehenen Fächer und Milchprodukte lagern am besten in den mittleren Fächern. Nach Möglichkeit keine Speisen offen im Kühlschrank stehen lassen und abgelaufene Produkte sofort entsorgen. Halb verschimmelte Möhren oder eine Wurst mit "Pelzbesatz" lassen auch andere im Kühlschrank gelagerte Lebensmittel schnell verderben. Etwa aller 4 Wochen ist eine gründliche Reinigung des Kühlschankes zu empfehlen. Mit warmen Essigwasser alle Fächer gründlich auswischen und alte Lebensmittel aussortieren.

Küchenhygiene ist im gastronomischen Bereich das A und O. Auch in der eigenen Küche sollten diese Maßnahmen zur Reduzierung der Keimbelastung und somit zur Vermeidung von Infektionen berücksichtigt werden. Unsere Tipps sind leicht zu beherzigen und werden Ihnen ganz schnell in Fleisch und Blut übergehen.
Text: K. L.

  • Haushaltstipps
  • Frühjahrsputz
  • Glasversiegelung
  • Staubwischen






  •