Kühlschrank reinigen - so gehts

So wird der Kühlschrank wieder sauber
Kühlschränke sind ja meist weiß lackiert. Mit der Zeit wird diese Lackierung meist etwas unansehnlich. Auch wenn man noch so reinlich ist.
Ein sauberer Kühlschrank
Beim Kühlschrank reinigen ist einiges zu beachten
Foto: © Roberto Anguita
Putzen Sie den Kühlschrank doch mal mit Autoreiniger (natürlich nur von außen!).

Außerdem sollte man den Kühlschrank mindestens einmal im Jahr komplett abtauen und sauber machen. (Wenn Ihnen etwas ausgelaufen ist, sollten Sie das immer gleich beseitigen, sonst kann es unangenehm riechen.) Die Fächer für Obst und Gemüse sollte man ruhig öfter mal auswaschen.

Wenn Sie den Kühlschrank nach dem sauber machen mit Glyzerin einreiben vereist er nicht so schnell wieder und verbraucht dadurch weniger Strom.

Dichtungen reinigen
Damit die Gummidichtung nicht spröde wird, reiben Sie diese ab und zu mit Talkumpuder ein.

Ob Ihr Kühlschrank dicht ist, können Sie gut feststellen.
Legen Sie eine eingeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank und schließen Sie die Kühlschranktür. Wenn ein Strahl durchscheint ist die Dichtung undicht und muss erneuert werde, da der Stromverbrach sonst massiv steigt.

Was passiert, wenn man den Kühlschrank nicht regelmäßig reinigt?
Es klingt wie ein böses Schauermärchen: Vor allem im heimischen Kühlschrank vermehren sich die Bakterien oft im Minutentakt. Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Lebensmittelvergiftungen und Durchfälle hausgemacht sind. In manchen Kühlschränken tummeln sich sogar bis zu 11 Millionen Keime auf einem einzigen Quadratzentimeter.

Die richtige Temperatureinstellung und das regelmäßige Reinigen des Kühlschranks machen den gefährlichen Keimen den Garaus. Denn viele Kühlschränke sind schlichtweg zu warm.
Wagen Sie doch einen kleinen Test: Öffnen Sie Ihren Kühlschrank und werfen Sie einen Blick auf das Thermometer. Hat Ihr Kühlschrank kein Thermometer, so legen Sie einfach ein Lebensmittelthermometer hinein. Zeigt das Thermometer 7 oder gar 8° Celsius an, fühlen sich manche Bakterienstämme dort richtig wohl.

Den Kühlschrank richtig einräumen
Gerade für die Aufbewahrung von Fleisch und Fisch ist eine solche Temperatur viel zu hoch. Die meisten eingeschweißten Fleischprodukte aus dem Supermarkt und erst recht das Frischfleisch vom Fleischer sollten bei maximal 4° Celsius gelagert werden. Hackfleisch, das durch den Zusatz von Gasen länger haltbar gemacht wurde, darf sogar nur bei bis maximal 2° Celsius aufbewahrt werden.
Solch niedrige Temperaturen existieren meistens in dem untersten Fach des Kühlschranks direkt über den Gemüsebehältern - aber eben nur dann, wenn die Durchschnittstemperatur entsprechend tief eingestellt wurde. Kann Ihr Kühlschrank diese Temperatur nicht dauerhaft gewährleisten, sollten sie Frischfleisch entweder sofort verbrauchen oder einfrieren.

Konfitüren, eingemachte Gurken, Salatdressings und eingelegtes Obst hingegen dürfen im obersten Fach, der wärmsten Stelle des Kühlschranks, ruhen. Eier, Butter und Getränke können in den Türen des Kühlschranks untergebracht werden.

Auf Nummer sicher gehen Sie übrigens besonders bei Fleisch und Fisch, wenn Sie bereits mit der Kühltasche unter dem Arm einkaufen gehen, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. An heißen Sommertagen oder schwüler Witterung sollte die Transportzeit zwischen Einkauf und Einräumen so kurz wie möglich gehalten werden.

Salmonellengefahr
Fleischprodukte müssen getrennt von bereits geöffneter Ware wie Butter oder Sahne lagern. Niemals darf Abtau-Flüssigkeit von Huhn oder Schwein auf die Ablageflächen des Kühlschranks gelangen. Diese Abtau-Flüssigkeit enthält nämlich oft gefährliche Salmonellen.

Regelmäßig reinigen und aussortieren
Einmal im Monat sollte der Kühlschrank gründlich gereinigt werden. Dabei können auch Langzeitgäste wie Gurken, Marmelade oder Tomatenmark auf ihren aktuellen Zustand geprüft werden. Sobald ein Lebensmittel Schimmel zeigt oder unangenehm zu riechen beginnt, muss es umgehend weggeworfen werden.
Besonders tückisch verhält es sich mit der H-Milch. Ungeöffnet bleibt sie sogar bei Zimmertemperatur wochenlang frisch. Geöffnet kann sie aber selbst im Kühlschrank binnen weniger Tage verderben, ohne dass dies zu schmecken oder zu riechen ist. H-Milch sollte also rasch aufgebraucht werden, da sie sonst Magenbeschwerden und Unwohlsein auslösen kann.
Joghurts sind oft über ihr Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Wölbt sich jedoch der Deckel nach oben, sind sie ein Fall für den Mülleimer. Lediglich Kefir ist erst dann richtig gut, wenn die Kohlensäure, die bei der erwünschten Gärung entsteht, den Deckel nach oben drückt.
Für die Reinigung der Lagerflächen müssen übrigens keine aggressiven Desinfektionsmittel benutzt werden. Es genügt, sie mit heißem Wasser und Haushaltsessig abzuspülen.

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