Küchenpannen beheben

Pannen in der Küche kann man beheben
Auch dem besten und geübtesten Koch passt hin und wieder ein kleines Unglück. Wir haben hier
Ein Teller mit Suppe
Was tun, wenn die Suppe versalzen ist? - Foto: © M.studio
einige Tipps für die häufigsten Küchenpannen zusammengetragen:

Wenn das Essen zu salzig ist, ist der Koch verliebt - das ist schön für den Koch, aber schlecht für die Gäste. Kleine Tricks können jedoch das Schlimmste verhindern und die typischen Küchenpannen wieder ausbügeln.

Das A und O für ein katastrophenfreies Zubereiten ist die richtige Vorbereitung und Zeitplanung. Kommt es trotzdem ganz dicke, währt ehrlich am längsten. Schließlich gibt es in jeder Ecke Deutschlands einen Pizzalieferanten. Vor der absoluten Kapitulation aber sollte zunächst tief in Großmutters Trickkiste gegriffen werden.

Zu viel gewürzt
Würzen ist eine knifflige Angelegenheit. Zu wenig Salz kann zu Tische ausgeglichen werden; zu viel Salz stehen die Gäste weitgehend hilflos gegenüber. Deshalb muss bereits in der Küche abgeschmeckt und Schadensmilderung betrieben werden. Ein versalzener Braten kann rundum mit
Honig eingestrichen werden - das mildert nicht nur das Salz, sondern schmeckt auch richtig lecker.
Bei versalzenen Saucen und Suppen ist es ratsam, die Gesamtmenge zu erhöhen, indem man mehr Brühe oder Sahne hinzu gibt. Denken Sie dabei aber daran, dass nun auch die anderen Gewürze verstärkt werden müssen. Ein Übermaß an Schärfe lässt sich durch die Zugabe von Sahne oder Crème fraîche ausgleichen.

Zu viel Fett
Unschön und belastend sind dicke Fettaugen, die manchmal aus dem Nichts zu kommen scheinen und ein ausgiebiges Bad in der Soße nehmen. Ihrer wird man Herr, indem man einige Eiswürfel in ein sauberes Küchentuch gibt, es zuknotet und in die heiße Soße hält. Die Fettaugen erstarren und können nun problemlos abgeschöpft werden. Nun die Soße noch einmal auf ihre Idealtemperatur erhitzen und servieren.

Dünne Sauce
Sollte die Soße insgesamt zu dünn sein, ist Geduld gefragt. Einfach zehn Minuten lang weiterköcheln lassen und sie wird von alleine ihre gewünschte Bindung erhalten. Muss es tatsächlich schnell gehen, helfen ein bis zwei Prisen Soßenbinder.

Zäher Braten
Ein zäher Braten sollte schlichtweg nicht mehr als Braten präsentiert werden. Schneiden Sie stattdessen hauchdünne Scheiben ab und legen Sie diese für einige Minuten in die Soße. Das verschafft Ihnen genügend Zeit, sich einen anderen, wohl klingenden Namen für Ihr Gericht auszudenken, während die Fleischstücke in der Soße schön zart werden.
Damit bei der nächsten Einladung alles glatt geht und der Braten ein Braten bleibt, sollte das Fleisch vor dem Garen im Ofen von allen Seiten in der Pfanne bei sehr heißem Fett eine knusprig braune Kruste bekommen. So bleibt es saftig und zart.
Angebrannter Braten muss übrigens von seiner schwarzen Hülle befreit werden. Mit etwas Glück war nur die Backofentemperatur zu hoch und das Fleisch unter der Brandschicht ist noch in idealem Zustand.

Heißer Reis
Auch selbst gekochter Reis birgt seine Tücken und haftet schnell am Topfboden an. Auf Nummer sicher geht, wer Kochbeutel verwendet. Ist das Reis-Fiasko hingegen schon eingetreten, sollte der Topf schnell vom Herd gezogen, der Inhalt umgefüllt und eine Scheibe Toastbrot auf den Reis gelegt werden. Das Brot saugt die störenden Gerüche aus dem Reis, die durch das Anbrennen entstehen.

Matschiges Gemüse
Selbst Gemüse ist vor Pannen nicht gefeit. Gerade bei empfindlichen Blättchen können drei Minuten mehr Kochzeit als nötig schon zu viel sein und sie beginnen, zu zerfallen. Nun ist Kreativität gefragt: Bereiten Sie einen Instant-Kartoffelbrei zu und vermischen sie ihn mit dem Gemüse. Anschließend mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Tun Sie so, als wäre diese Beilage geplant und geben Sie ihr einen möglichst eleganten Namen.

  • Kochtipps
  • Braten
  • Frühstücksei
  • Küchenirrtümer
  • Pilze
  • Suppe
  • Wildbret




  • Weiterführende Informationen:
  • Wie bereitet man Rindfleisch zu?



  •