Römertopf für Braten

Wofür nimmt man den Römertopf?
Töpfe gibt es ja viele - in verschiedenen Größen und verschiedenen Designs. Was aber hat es mit
Ein Teller mit Braten und Beilagen
Im Römertopf kann man leckere Braten zubereiten
Foto: © Michael Röhrich
dem Römertopf auf sich?

Nicht nur die Römer bevorzugten Tontöpfe beim Garen von Speisen, auch andere Kulturen kennen und schätzen die Vorzüge des Naturmaterials. Ein Topf oder eine Haube aus Ton wird in Japan ebenso verwendet wie in Nordafrika, in Bulgarien wie in China, in Spanien, Italien oder in der Türkei. Und schon viel früher hüllten Jäger ihre erlegte Beute in Ton, um sie in der Asche oder über dem Feuer zu garen. In Asien und in den Andenstaaten beispielsweise ist Meerschweinchen im Tonmantel ein klassisches Gericht.

Die Geschichte des Topfes
In Deutschland hat der Tontopf dagegen eine eher kurze Geschichte. Der original Römertopf wurde 1966 von dem Unternehmer Eduard Bay erfunden, der auf einer Italienreise bemerkte, dass die Töpfe häufig aus Ton bestanden. Er ließ sich davon inspirieren und fertigte in seinem Keramikunternehmen den original Römertopf, den er 1967 auf einer Messe in Hannover vorstellte. Besonders in den 1970ern und 1980ern gab es wohl in fast jedem deutschen Haushalt mal einen Römertopf oder eine seiner vielen Nachahmungen.

Die Vorteile
Kein Wunder, schließlich bietet das einfach Tongefäß doch eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichem Kochgeschirr. Es wird im Allgemeinen keine zusätzliche Flüssigkeit zu
den Speisen gegeben, trotzdem trocknet das Essen nicht aus. Denn der Tontopf wird vor dem Garen zehn bis fünfzehn Minuten gewässert und gibt diese Flüssigkeit wieder ab, wenn er im Ofen steht. Fleisch wird besonders zart und saftig. Auch die Zugabe von Fett ist nicht nötig, ideal für die moderne, leichte Küche.

Sobald der Deckel auf dem Römertopf ist, hat man Zeit für andere Dinge. Ständiges Rühren und Kontrollieren ist nicht notwendig. Wenn es besonders knusprig werden soll, nehmen Sie einfach eine Viertelstunde vor dem Ende der Garzeit den Deckel ab. Und wenn Sie den Topf mal zu lange im Ofen lassen, ist das auch nicht weiter schlimm. Im Römertopf brennt so schnell nichts an und kocht nichts über. 20 Minuten zu viel sind keine Katastrophe, sondern bedeuten beim Römertopf nur, dass zum Beispiel das Fleisch noch etwas mürber und zarter geworden ist. Wenn es dann ans Essen geht, kann man direkt aus dem Topf servieren und muss nicht noch umfüllen. Das Essen hält sich zudem länger warm.

Die Nachteile
Und nach dem Essen muss man nur einen Topf abwaschen, damit ist die Arbeit erledigt. Allerdings sollte das von Hand und ohne Spülmittel geschehen - einer der Nachteile der sonst so vorteilhaften offenporigen Struktur. Spülmittelreste könnten sonst in den Topf eindringen und den Geschmack beim nächsten Kochen beeinflussen. Ein weiterer Nachteil ist die Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschocks. Römertöpfe dürfen nicht aus dem heißen Ofen direkt auf kalte Flächen gestellt werden, da sie sonst springen können. Ein Holz- oder Korkuntersetzer wird dringend empfohlen.

Was kann man darin zubereiten?
Der Römertopf ist WG-erprobt und eignet sich gut als erstes Kochgerät für die eigene Wohnung, weil er so vieles möglich macht und Fehler verzeiht. Für das Frühstücksei oder Spaghetti mag er nicht so geeignet sein, aber ansonsten ist er perfekt für vegetarische Gerichte ebenso wie für Fleischgerichte, für Süßes wie für Deftiges.

In extra Kochbüchern und im Internet findet man jede Menge einfache und leckere Rezepte für Römertopf-Einsteiger. Vielleicht probieren Sie es einfach einmal aus? Es gelingt garantiert. Und wer glaubt, das Jahrtausende alte Material sei altmodisch, irrt gewaltig: Der Römertopf funktioniert sogar in der Mikrowelle.
Text: F. M.

Was kostet er?
Je nach Größe kostet so ein Topf zwischen 20 und 100 Euro.

 
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