Nudeln selber machen - so gehts

Tipps für italienische Pasta
Nudeln sind lecker und schnell gemacht. Aber haben Sie auch schon mal selbst gemachte Nudeln probiert? Wie das geht verrät Ihnen Rezepte-und-Tipps.de in diesem Artikel:
Selbstgemachte Pasta mit Tomaten
Beim Nudeln selber machen kommt es auf den Teig an
Foto: © Victoria German

Natürlich ist die Zubereitung von Nudeln am einfachsten, wenn man sie fertig im Supermarkt kauft und für neun Minuten ins kochende Wasser wirft - doch wer es wagt, den Teig selbst zu zubereiten, wird sein italienisches Wunder erleben. Hausgemachte Nudeln schmecken intensiver, zarter und aromatischer.

Mit ein wenig Muskelkraft und einer Nudelmaschine ist die Angelegenheit gar nicht so schwierig. Alternativ muss der Teig sehr gleichmäßig und dünn ausgerollt werden, was nur erfahrenen Bäckern leicht von der Hand geht. Die Investition in eine Nudelmaschine lohnt sich. Wer einmal frische Nudeln gegessen hat, wird sie garantiert immer und immer wieder essen wollen.

Die ersten selbst gemachten Nudeln sollten nicht für ein waghalsiges Experiment herhalten. Am besten ist es, wenn man sich einige Stunden Zeit nimmt und keine Gäste eingeplant hat, welche abends die Pasta zum Hauptgericht kredenzt bekommen sollen. Eine Generalprobe ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Wie kann man Pasta selber machen?
Der Teig braucht intensive Pflege und kraftvolles Zupacken, um die entsprechende Geschmeidigkeit zu erlangen. Die Zutaten zusammenzusuchen ist allerdings kein Hexenwerk.
Für einen Pastateig, aus denen sich Nudeln für vier Personen zaubern lassen, braucht es
180 g Mehl,
120 g Hartweizengrieß,
drei Eier,
drei Tl Speiseöl,
einen El lauwarmes Wasser,
eine Prise Salz
und Mehl zum Kneten und Bearbeiten.

Zuerst kommt die Handrührmaschine zum Einsatz: Mit den Knethaken werden alle Zutaten in einer großen Schüssel gründlich miteinander vermischt - es ist völlig normal, dass der Teig nun eine krümelige Konsistenz hat. Anschließend müssen die Ärmel hochgekrempelt werden, denn jetzt ist Handarbeit gefragt: den Teig zu einem Kloß zusammendrücken und auf einer bemängelten Arbeitsfläche zu einer geschmeidigen, festen Masse verkneten.
Geduld ist hierbei eine nützliche Eigenschaft. Denn der Teig muss solange geknetet werden, bis die Kugel eine glatte Oberfläche hat und sich weich in die Hand schmiegt. Anschließend wird die Kugel in Frischhaltefolie gewickelt und muss bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen.

Nach der Ruhezeit die Teigkugel in vier bis fünf Portionen teilen und diese Portionen einzeln dünn und gleichmäßig ausrollen, mit einem scharfen Messer 50 mm breite Bandnudeln schneiden und zu kleinen Nestern formen.

Noch leichter geht es mit einer Nudelmaschine. Hierfür müssen die Teigstücke lediglich zu einem flachen Quadrat geformt und durch die Maschine gewalzt werden. Das funktioniert übrigens am besten mit vier Händen - einer betätigt die Kurbel und sorgt für den regelmäßigen Nachschub von Mehl, der andere nimmt die fertig gewalzten Teigbahnen entgegen.
Manche Maschinen haben zusätzliche Aufsätze, mit denen die Teigplatten im nächsten Schritt zu unterschiedlich breiten und dicken Nudeln geformt werden. Bei der einfacheren Variante müssen die fertigen Teigplatten nur noch in Streifen geschnitten werden.

Vor dem Kochen brauchen die Nudeln eine weitere Ruhephase, damit sie antrocknen können. Nur das Kochen selbst geht viel flinker als bei den gekauften Nudeln: Lediglich zwei bis drei Minuten dauert es, bis die Pasta im sprudelnden Salzwasser bissfest gegart ist. Die Pasta gut abtropfen lassen, direkt mit der Sauce vermischen oder ein Stückchen Butter unterrühren, damit sie geschmeidig bleiben. Buon appetito.


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