Rote Grütze

Selbstgemachte Rote Grütze
Rote Grütze kann man einfach selber machen - Foto: © wsf-f

Gerade im Sommer ist sie als Zwischenmahlzeit sehr erfrischend - die Rote Grütze. Nicht nur Kinder essen sie gern, auch Erwachsene lieben dieses fruchtige Dessert. Wir möchten Ihnen hier mal ein paar Infos über die Rote Grütze geben. Außerdem finden Sie auch ein leckeres Rezept.

Woher kommt die Rote Grütze?

Rote Grütze ist eine typische Spezialität aus Norddeutschland. Von Ostfriesland über Bremen und Hamburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern - das Dessert "Rote Grütze" hat überall Tradition. Wo die Wiege des beerigen Nachtisches liegt, ist nicht ganz klar: Denn auch die Dänen erheben Urheberrechte auf die - Rød grød med fløde - (Rote Grütze mit flüssiger Sahne).

Entsprechend groß ist auch die Vielfalt der Rezepte. Je nach persönlichem Geschmack oder je nach dem was Markt, Kühlschrank und eigene Beerensträucher hergeben, entsteht sie aus unterschiedlichen Früchten. Ein Muss für Rote Grütze sind Schattenmorellen (Sauerkirschen), rote und schwarze Johannisbeeren sowie Himbeeren. Aber auch Erdbeeren und andere rote und andersfarbige Früchte landen oft in einer Roten Grütze. Erdbeeren entsprechen zwar nicht der Tradition, machen die Grütze aber milder und damit häufig auch kinderfreundlicher.

Was gehört in eine Rote Grütze?

Es gilt das Motto: "Erlaubt ist, was schmeckt". Das treibt manchmal seltsame Blüten. So mixen Abweichler aus grünen Stachelbeeren, Kiwis und Ananas eine grüne Grütze. Andere schrecken selbst vor einen Gelben Grütze nicht zurück, die sich aus Pfirsich, Ananas und Bananen zaubern lässt. Wer alle drei Varianten kocht, bekommt eine bunte Mischung. Das ist auf der Kinderparty eine gesündere Alternative zur zuckrigen Götterspeise.

Da die meisten roten Beeren zwischen Juni und August reif sind, hat auch die Rote Grütze im Sommer Hauptsaison. Damit die Früchte fest werden, brauchen sie ein Verdickungsmittel. Früher nahmen die Köchinnen zum Verdicken grob geschnittene Getreidekörner aus Hafer, Gerste, Hirse, Buchweizen, Mais, Roggen oder Weizen oder eben Grütze, was ihren Namen erklärt. Heute nehmen die Köche meist Speisestärke aus Kartoffel- oder Maismehl, Gelatine oder Sago, das stärkereiche Mark der Sagopalme. Einfach geht es mit Rote Grütze-Puddingpulver. Hauptsache, die Früchte sind gesund.

Rote Grütze mit Garnitur

Zum fruchtig sauren Geschmack der Roten Grütze passt am besten etwas Süßes. Zur dunklen Farbe etwas Helles. Früher wurde sie häufig einfach mit kalter Kuhmilch übergossen, die ohnehin auf jedem Hof vorhanden war. Typische Begleiter der Roten Grütze sind außerdem süße Sahne, Vanilleeis oder Vanille-Sauce. Letztere lässt sich leicht herstellen: einfach Vanille-Puddingpulver mit doppelter Menge Milch kochen. Süß und Sauer ergeben dann zusammen einen beerenstarken Nachtisch. Der Duft und das Aroma dieses Dessert hat mittlerweile auch die Lebensmittel-Designer zu neuen Kreationen inspiriert. So gibt es Rote Grütze flüssig als Tee oder verführerisch als Gummibärchen.

Rezept für Rote Grütze:

Mit diesem Rezept für Rote Grütze können Sie die leckere Nachspeise auch ganz einfach selber machen!

Für dieses Rezept benötigen Sie:

Zutaten für 2 Personen:

  • 150 g rote Johannisbeeren
  • 100 g Himbeeren (oder andere rote Beeren)
  • 100 g Sauerkirschen
  • 50 g Zucker
  • 30 Gramm Speisestärke

  • Dieses Rezept jetzt ausdrucken
Rezept für Rote Grütze
Rote Grütze - Ein beliebtes Dessert aus Norddeutschland
Foto: © ddsign

Wie bereitet man die Rote Grütze zu?

Johannisbeeren waschen und entstielen, Himbeeren waschen, Kirschen entsteinen und waschen. Früchte mit dem Zucker und ein wenig Wasser aufkochen und etwa zehn Minuten köcheln.
Speisestärke in wenig kaltem Wasser oder Fruchtsaft anrühren und damit die Beeren noch mal zwei Minuten dick kochen.
Abkühlen lassen und in mit kaltem Wasser ausgeschwenkte Suppenteller oder Nachtischgläser füllen. Dann in den Kühlschrank oder an einen anderen kühlen Ort stellen. Dort hält sie sich ein paar Tage.

Wir hoffen unser Rezept für Rote Grütze hat Ihnen gefallen! Wir wünschen Ihnen guten Appetit!

Rezeptinfos:

Kochzeit Gesamtzeit Brennwert Schwierigkeitsgrad Preis Autor Datum
? kcal einfach günstig

Weitere Dessertrezepte:

Weitere Rezepte:

( Alle Angaben ohne Gewähr / Stand: 19.08.2018)

[ Zum Seitenanfang ]