Was ist ein Aperitif?

Der Aperitif - Appetitanreger vor dem Essen
Sie geben eine Party und möchten Ihre Gäste stilvoll begrüßen? Dann ist ein Aperitif genau das
Ein klassischer Aperitif
Der Martini gehört zu den Aperitifs - Foto: © unpict
richtige. Er sorgt nicht nur für eine gelockerte Atmosphäre, sondern öffnet auch den Magen.
Aber lesen Sie selbst...:

Ein gediegenes Abendessen beginnt nicht mit der Vorspeise, sondern mit einem Aperitif. Das Servieren eines Aperitifs ist eine wunderbare Gelegenheit, die Gäste in einer lockeren Atmosphäre miteinander bekannt zu machen und sich gemeinsam bei einem leckeren Tröpfchen auf das Essen einzustimmen.
Deshalb sind Aperitifs auch immer sehr leicht im Geschmack, haben keinen hohen Alkoholgehalt und eine anregende Wirkung auf die Geschmacksknospen. Letzterem verdanken sie ihren Namen: apperire heißt "öffnen" - der Aperitif öffnet den Magen. Doch welchen Aperitif serviert man zu welchem Essen?

Einige Aperitifvarianten
Es gibt einige Aperitifvarianten, mit denen man nicht viel falsch machen kann - beispielsweise ein trockener Prosecco oder ein neutraler Sherry. Im Idealfall aber sollte die Wahl des Aperitifs auf das Essen abgestimmt werden. Zudem sollte er zur Jahreszeit passen.
In den Sommermonaten werden Begrüßungsdrinks mit erfrischend sprudelnder Kohlensäure und fruchtigem Innenleben geschätzt; etwa ein Glas Sekt mit Erdbeerstückchen und zwei - drei Minzeblättchen oder eine leichte Bowle. An einem kalten Winterabend hingegen kann auch ein dezenter Portwein oder einen Pastis kredenzt werden.
Der Pastis kommt aus Südfrankreich und duftet intensiv nach Anis, Fenchel und Kräutern. Er wird nicht pur getrunken, sondern mit kaltem Wasser verdünnt. Die Franzosen reichen dazu gerne gesalzene Nüsse, die einen interessanten, wohltuenden Kontrast zu dem aromatischen Pastis bilden. Allerdings sollte in diesem Fall auch die Auswahl der später servierten Gerichte zum Aperitif passen und aus der mediterranen Küche kommen.

Wer seine Gäste stattdessen mit gutbürgerlicher Küche verwöhnen möchte, greift am besten zu einem trockenen Sherry oder Martini. Dazu können Oliven, Canapees mit Lachs, Käsecracker oder Salzstangen gereicht werden.
Der Sherry stammt übrigens nicht aus dem amerikanischen Raum, sondern aus Andalusien - einer besonders heißen, trockenen Region Spaniens. Basis des Sherrys ist ein trockener Weißwein, der einen speziellen Reifeprozess durchläuft und zusätzlich mit Branntwein versetzt wird. Sein Geschmack enthält eine sanfte Hefenote und erinnert an den Geruch von Mandeln und Nüssen.
Heller Sherry ist meist trocken, dunkler Sherry gehaltvoll und eher süß. Trockener Sherry gehört in zierliche Tulpengläser und sollte - ähnlich wie Weißwein - gekühlt angeboten werden.

Der Martini ist eigentlich ein Cocktail, was wegen des gleichnamigen Herstellers des fertigen Aperitifs heute nur noch unter Liebhabern bekannt ist. Der Original-Martini besteht aus Gin, Wodka und Wermut (im Amerikanischen: Vermouth). Trotzdem ist er verwandt mit den Spirituosen der Weltfirma Martini - James Bond jedoch lässt sich in den berühmten Filmszenen immer den echten Martini-Cocktail zaubern.
Dekoriert wird der Martini, welcher in konischen Gläsern serviert wird, mit einem Zahnstocher, der sich durch eine grüne Olive gebohrt hat. Manche Martini-Fans tunken die Olive in das Glas, bevor sie die herbe Frucht genießen.

An auserwählten Festlichkeiten kann übrigens auch ein Glas Champagner als Aperitif fungieren - schließlich ist er ein echter Stimmungsmacher und hat einen belebenden, appetitanregenden Effekt.


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