Fruchtsaft aus dem Supermarkt

Wie gesund ist Fruchtsaft? Saft ist ein beliebter Durstlöscher, aber ist der Saft aus dem Supermarkt auch wirklich so gesund wie es einem auf der Verpackung versprochen wird?

Ihre Verpackungen sind bunt und verführerisch, ihre Aufschriften versprechen einen wahren
Fruchtsaft ins Glas gießen
Was enthält Fruchtsaft aus dem Supermarkt?
Foto: © Udo Kroener
Jungbrunnen für Körper und Geist, und ihre Aromen sind zuckrig süß bis erfrischend sauer: Obst- und Gemüsesäfte werden immer beliebter - doch können sie ihre Versprechen auch halten? Ist es möglich, mit dem regelmäßigen Genuss von Säften den täglichen Vitaminbedarf sinnvoll zu decken? Und welche Produkte sind dabei besonders wertvoll und verträglich?

Ernährungswissenschaftler sagen ganz klar: Das Essen von frischem, gutem Obst und Gemüse ist immer einen Tick gesünder als das Trinken von gekauften Säften. Denn aus vielen Säften wurden die Pflanzenfasern, in denen die meisten Vitamine stecken, und die lebenswichtigen Ballaststoffe aus Schale und Fruchtfleisch zugunsten der besseren Trinkbarkeit weitgehend herausgefiltert.
Dennoch können ausgesuchte Säfte eine gesunde Ernährung ergänzen und in stressigen Zeiten die tägliche Portion Obst und Gemüse ersetzen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass zu den richtigen Saft-Varianten gegriffen wird. Denn Saft ist nicht gleich Saft.

Der Direktsaft
Am hochwertigsten und gesündesten ist der so genannte Direktsaft. Beim Direktsaft wird auf lange Lagerzeiten verzichtet; stattdessen kommt der Saft sofort nach dem Keltern und Pasteurisieren in den Handel und muss deshalb kühl aufbewahrt werden. Deshalb findet man Direktsäfte nicht im normalen Saftregal, sondern in der Kühlabteilung. Direktsäfte sind die teuersten Säfte, schmecken dafür aber umso intensiver und wie frisch gepresst.

Säfte aus Fruchtsaftkonzentrat
Gute Qualität haben auch normale Säfte aus Fruchtsaftkonzentrat - allerdings wird ihnen nach dem Pressen Flüssigkeit entzogen, die man ihnen erst kurz vor dem Abfüllen wieder in Form von Trinkwasser zufügt. Dieses Verfahren mindert den natürlichen Geschmack, weshalb Direktsäfte die konzentrierten Fruchtsäfte in punkto Genuss immer um Längen schlagen werden. Steht Fruchtsaft auf der Verpackung, wurde der Saft aber zumindest nicht mit Zucker, Aromastoffen oder Wasser verdünnt.

Nektar und Fruchtsaftgetränk
Anders sieht es beim Nektar und dem Fruchtsaftgetränk aus: Während der Kunde beim Nektar noch mit 50 Prozent Frucht rechnen kann, enthalten Fruchtsaftgetränke lediglich maximal 25 Prozent reinen Saft. Fruchtsaftgetränke können also versteckte Kalorienbomben sein, wegen ihres hohen Zuckergehalts die Zähne schädigen und enthalten überdies kaum Vitamine und Ballaststoffe.

Welche Saftsorten gibt es?
Neben der Deklarierung spielt aber auch die Obst- und Gemüsesorte eine wichtige Rolle bei der Beurteilung des Gesundheitswertes: Einen hohen Vorrat an Vitamin C versprechen Orangensaft und Grapefruitsäfte. Sie lassen sich auch hervorragend mit den herberen, aber sehr gesunden Gemüsesäften mischen.

Vielen Menschen behagen die gewöhnungsbedürftigen Aromen von Tomaten-, Karotten- oder Multigemüsesäften nicht - sie sollten etwas Orangensaft darunter mischen, um dem Saft eine fruchtigere Note zu verleihen.

Apfelsaft versorgt den Körper mit zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen. Vermischt mit Mineralwasser ersetzt er als Durstlöscher beim Sport die oft unnötig übersüßten isotonischen Getränke. Naturtrüber Apfelsaft, dem Pottasche beigemischt wurde, regt zusätzlich die Verdauung an.

Kalorienarm und mit einer Fülle an Bitterstoffen gesegnet, welche bei der Fettverdauung helfen, ist der Grapefruitsaft und daher ein passender Begleiter für Diäten.

Nach der Sauna unterstützt ein Himbeersaft den Körper dabei, die ausgeschwitzten Mineralstoffe wieder einzulagern. Johannisbeersaft wirkt bei einer Erkältung segensreich: Lauwarm getrunken stärkt er die Atemwege und lindert Reizhusten.
Gastautor: © B. B.


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