Was ist Kefir?

Selber Kefir herstellen
Vielleicht haben Sie ihn schon mal im Supermarktregal gesehen oder sogar schon während eines
Kefir mit Gurke
Kefir kann süß oder herzhaft sein - Foto: © Julie Boro
Urlaubs im Süden probiert. Die Rede ist vom Kefir. Was das genau ist und wie Sie es selbst herstellen können erfahren Sie in diesem Artikel:

Aus den Hochgebirgen des Tibet und Kaukasus stammt der Milchkefir - ein joghurtähnliches, leicht säuerliches Getränk, das angenehm auf der Zunge prickelt. Für europäische Kehlen ist der Kefir durchaus gewöhnungsbedürftig, gilt jedoch in seiner Heimat als unverzichtbares Gesundheitselixier.

Seit Hunderten von Jahren geben die Familien die so genannten Kefirpilze untereinander weiter. Der Kefir wird täglich und bis ins hohe Alter hinein getrunken. In Deutschland findet man den Milchkefir im Kühlregal des Supermarkts.

Selber Kefir herstellen
Doch mit Hilfe eines echten tibetanischen Pilzes lässt er sich auch selbst herstellen. Denn Kefir basiert auf Pilzkulturen - genauer gesagt aus einer Lebensgemeinschaft von Hefepilzen sowie Milchsäure- und Essigsäurebakterien -, die bei richtiger Pflege so gut wie unsterblich sind und daher immer und immer wieder für Nachschub sorgen. Wer dabei Wert auf Originalität legen möchte, bestellt sich seine Pilzkultur über das Internet direkt aus dem Kaukasus oder dem Tibet.
Doch auch viele Naturkostläden haben verschiedene Kefir-Kulturen im Angebot. Die Herstellung des Kefirs ist nicht übermäßig schwierig: Man gibt eine Kefirknolle in ein heiß ausgespültes, sauberes Schraubglas und gießt 200 ml Milch hinein. Nun muss das Glas luftdicht verschlossen werden und für ein - zwei Tage an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur ruhen.
Nach dieser Wartezeit wird das Kefirgetränk durch ein Sieb abgegossen, die Knolle mit klarem Wasser gründlich abgespült und anschließend für die nächste Portion verwendet. Dabei sollten jedoch nur Plastiksiebe und Plastiklöffel zum Einsatz kommen, da Metalle die Entwicklung der Mikroorganismen hemmen oder gar unterbinden können.

In der Literatur werden für den täglichen Kefirgenuss unterschiedliche Mengen empfohlen. Neulinge sollten mit 200 ml pro Tag einsteigen und beobachten, wie sich der Kefir auf ihr Wohlbefinden auswirkt.

Da Kefir relativ sauer ist, verdünnen ihn manche Menschen auch mit Fruchtsirup oder Wasser. Wie Joghurt wird Kefir eine positive und vor allem stabilisierende Wirkung auf die Darmflora und damit auch auf das Immunsystem nachgesagt.

Übrigens: Wenn Sie Kefir im Laden kaufen, achten Sie darauf, wie der Deckel des Kefirbechers aussieht: wenn er sich nach oben wölbt, ist er nicht verdorben, sondern hat die richtige Reife erreicht. Handelsüblicher "Kefir mild" wird im Allgemeinen nicht mit einer Kefirknolle, sondern mit Hilfe von Fermenten hergestellt.


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