Was ist Rooibostee?

Woher kommt der Rotbuschtee?
Gerade in der kalten Jahreszeit trinkt man ja doch öfter mal einen Tee. Und warum nicht mal was
Loser Rooibostee
Wie bereitet man den Rotbuschtee zu? - Foto: © matttilda
Neues ausprobieren? Hier erfahren Sie mehr über den Rooibostee - eine afrikanische Teesorte.

Seine Anhänger sind kreativ - nicht nur in der Aussprache des Wortes Rooibos, sondern auch in seiner Anwendung. Rooisbos- oder Rotbusch-Tee ist mehr als nur eine koffeeinfreie Alternative zu Grün- und Schwarztees; er wird auch als Zutat zu alkoholfreien Mixgetränken und beim Kochen verwendet. In Südafrika ist er schon lange sozusagen Nationalgetränk. Denn der Rotbusch - so die deutsche Übersetzung des afrikanischen Begriffs - wächst nur in Südafrika, in den Zederbergen nördlich von Kapstadt. Seit den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts findet er auch in Deutschland immer mehr Anhänger.

Woher kommt der Rooibostee?
Zwar wurde er schon 1772 vom Botaniker Carl Thunberg bechrieben, doch nutzten ihn zunächst nur die Ureinwohnern als Heilpflanze und Getränk. Erst um 1904 begann die Vermarktung als Tee in Südafrika und Europa. Der russische Teehändler Benjamin Ginsberg belebte das Geschäft so sehr, dass die wild wachsenden Rotbüsche bald nicht mehr ausreichten. Ab 1930 wurde der Anbau perfektioniert und der Rotbusch kultiviert. Heute bauen rund 300 Farmer Rooibos an, er wird in circa 140 Länder exportiert.

Was enthält er?
Seine Fans schätzen den Rooibos, weil er kein Koffeein und deutlich weniger Gerbstoffe als Schwarz- und Grüntee enthält. Dadurch wird er auch bei längere Ziehdauer nicht bitter und kann zu
jeder Tages- und Nachtzeit getrunken werden. Rooibostee enthält Eisen, Natrium, Kalium, Fluor, Magnesium, Kalzium, Mangan, Zink und andere Mineralstoffe. Er schmeckt auch ohne Zucker angenehm süßlich. Durch seinen hohen Mineralgehalt wirkt er fast wie ein isotonischer Durstlöscher und gleicht die Mineralien aus, die beim Sport vermehrt durch Schwitzen ausgeschieden werden.

Die Rooibos-Pflanze
Sobald eine Rooibos-Pflanze 18 Monate alt ist, kann die Ernte beginnen. Die nadelartigen weichen Blätter und die feinen Seitentriebe werden in 2-5 mm große Stückchen geschnitten. Der Pflanzensaft, der dabei austritt, leitet eine Fermentation ein, die dem Tee seine rötliche Farbe und seinen Geschmack gibt. Die fein geschnittenen Pflanzenteile werden zum Trocknen und Fermentieren 8-24 Stunden in die südafrikanische Sonne gelegt. Danach wird der Tee gesiebt und durch heißen Dampf pasteurisiert. Es gibt auch grünen Rotbuschtee (so merkwürdig das klingen mag), bei dem die Fermentation so weit wie möglich vermieden wird.

Wie wird Rotbuschtee zubereitet?
Rooibos bereitet man wie jeden Tee, beziehungsweise Früchtetee zu. Auf ca. einen Teelöffel pro Tasse wird heißes Wassser gegossen, das Ganze lässt man etwas länger ziehen als schwarzen Tee, ungefähr 5-10 Minuten. Da der Rooibos nicht bitter wird, ist diese Ziehzeit ohne weiteres möglich.

Gekühlt, mit Apfel- oder Orangensaft gemischt, ergibt ein Aufguss mit Rooibos ein gesundes Erfrischungsgetränk. Auch als Grundlage für einen heißen Punsch kann man ihn verwenden, mit Rotwein, Nelken und Muskat gewürzt. Oder man verwendet ihn als Grundlage für Eintöpfe, die so eine ganz besondere Note erhalten.

Sie sehen, der Roibos ist ein echter Tausendsassa, der zu Recht nicht nur in Reformhäusern, Bio- und Teeläden, sondern auch in den Supermarktregalen verstärkt auftaucht. Ob aromatisiert oder pur, in seiner Vielfalt hat er sich zu einer vollwertigen Alternative zu Schwarz- und Grüntees entwickelt. Probieren Sie ihn doch einmal selbst. Dann wird ihnen schnell klar werden, warum Roibos das heimliche Nationalgetränk Südafrikas ist.


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