Chinesische Teezeremonie

Teekunst aus China Die Teezeremonie in China wird oft auch als Teekunst bezeichnet. Sie nimmt in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert ein, auch wenn nicht so viel Aufhebens darum gemacht wird wie zum
Tee schaumig schlagen
In China wird der Tee gern schaumig geschlagen
Foto: © eAlisa
Beispiel in Japan. Auch in China finden Teezeremonien in speziellen Teehäusern statt, aber ebenso in Restaurants oder natürlich im eigenen Heim werden Teezeremonien durchgeführt. In Restaurants wird die Teezeremonie häufig mit einer Mahlzeit verbunden, die recht ausgedehnt ausfallen kann und mit einem Brunch vergleichbar ist. Bevorzugt wird dabei grüner Tee, je nach Region kommen aber genauso Jasmintee oder Schwarztee in die Schale.

Drei Arten der Teekunst
In China werden im Groben drei verschiedene Arten der Teekunst unterschieden. Da ist zunächst einmal die Schule des gesalzenen Pulvertees, bei der Pulvertee mit Wasser aufgekocht und mit einer Prise Salz verfeinert wurde. Bei der Schule der geschäumten Jade wird ebenfalls Pulvertee verwendet, der jedoch nicht aufgekocht, sondern lediglich aufgebrüht und dann mit einen Teebesen schaumig gerührt wird, wobei der Schaum möglichst lange erhalten bleiben soll. Die Schule des duftenden Blattes besteht darin, dass hier kein Pulvertee verwendet wird, sondern ganze Teeblätter aufgebrüht werden. Zur Schule es duftenden Blattes gehört die wohl bekannteste Teezeremonie Gong Fu Cha.

Chinesische Teezeremonie - Die Zubereitung
Für Gong Fu Cha benutzt der Teemeister Oolong-Tee. Bevor mit der Zeremonie begonnen wird, werden zunächst einmal die Kanne sowie die Teeschalen mit heißem Wasser gereinigt und
erwärmt. Dann beginnt der Teemeister mit dem ersten Aufguss, der den Namen Aufguss des guten Geruchs trägt. Dabei werden die Teeblätter in der Kanne mit heißem Wasser aufgegossen. Direkt nach dem Aufgießen wird der Aufguss in die Schälchen verteilt, aber nicht getrunken. Die Ziehzeit beim zweiten Aufguss, dem Aufguss des guten Geschmacks, beträgt maximal 30 Sekunden, bevor der Aufguss schichtweise auf die Teeschalen verteilt wird.
Dabei achtet der Teemeister darauf, dass in jeder Teeschale dieselbe Qualität erreicht wird. Die nun folgenden Aufgüsse, die als Aufgüsse der langen Freundschaft bezeichnet werden, können bis zu fünfzehn Mal wiederholt werden, wobei die Ziehzeit von Aufguss zu Aufguss jeweils zehn Sekunden mehr beträgt. Dabei gibt es je nach Aufguss unterschiedliche Geschmäcker. In der Regel arbeitet der Teemeister mit zwei Teekannen, damit der jeweilige Aufguss umgefüllt werden und von der zweiten Kanne aus erst in die Schälchen gegossen werden kann. Dadurch wird verhindert, dass die Teeblätter sich verändern, wenn sie zu lange im Aufguss liegen.
Text: B. L.


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  • Weiterführende Informationen:
    Eine schöne Teekanne und ein Stövchen gehören in Deutschland zur Teezeremonie.

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