Geschmacksrichtungen von Wein

Welcher Wein passt zu welchem Essen?
Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und so gibt es natürlich auch beim Wein
Ein Glas Weißwein
Ein Glas lieblicher Weißwein - Foto: © Maria Brzostowska
verschiedene Geschmacksrichtungen, die wir Ihnen hier kurz vorstellen möchten:

Die Weinkarte bringt manchen Neuling in Verlegenheit - welches Tröpfchen soll er nun wählen, und wird er überhaupt schmecken? Was für Kenner ein Kinderspiel ist, kann unerfahrene Weinstubenbesucher in nachtschwarze Verzweiflung stürzen.

Anbaugebiete und Qualitätsstufen sind tatsächlich etwas für geübtere Genießer. Die Geschmacksbezeichnung aber ist ein sicherer Lotse für alle anderen.

Die verschiedenen Geschmacksrichtungen von Wein:

Trockener Wein
Eine Grundregel darf getrost befolgt werden: Mit einem trockenen Weißwein macht man niemals etwas falsch. Er passt zu fast jedem Essen, kann bei Bedarf mit Mineralwasser verdünnt werden - wie es in der Pfalz zur festen Tradition gehört - und hat den neutralsten Geschmack. Lediglich ein trockener Riesling aus deutschen Anbaugebieten gerät mitunter sehr säuerlich.
Trockene Rotweine harmonieren gut mit dunklem Fleisch und mediterraner Küche. "Trocken" bedeutet beim Wein so viel wie "geringer Restzuckergehalt". Deshalb haben trockene Weine wenig Süße, sind aber nicht automatisch sauer, wie oft irrtümlich behauptet wird.

Halbtrockener Wein
Halbtrockene Sorten dürfen bis zu zwölf Gramm Restzuckergehalt pro Liter bergen und bewegen
sich in punkto Geschmack zwischen trocken und fruchtig-süß. Wer also auch bei nichtalkoholischen Getränken zu süßeren Noten neigt, sollte eher einen Halbtrockenen bestellen. Vorsicht ist bei halbtrockenen Rotweinen angesagt: Sie geraten gerne süffig, gehen rasch ins Blut und sorgen bei empfindlichen Personen für einen schweren Kopf.

Lieblicher Wein
Liebliche Weine eignen sich gut zur Untermalung eines ausgewogenen Desserts oder einer Käseplatte - daher werden sie vor allem zum Abschluss eines Essens bestellt. Für Hauptgerichte ist ihre süßliche Geschmacksnote den meisten Menschen zu dominant; zudem werden sie in betont kleineren Gläsern serviert - denn je höher der Restzuckergehalt, desto leichter entstehen bohrende Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme.

Süßer Wein & Dessertwein
Weine, die mit "süß" gekennzeichnet sind - zum Beispiel schwere Dessertweine wie der italienische Marsala - haben bei einem Hauptgang nichts verloren und dienen vorwiegend als Geschmacksverfeinerer bei deftigen Gerichten oder raffinierten Nachtischen. Ihr Restzuckergehalt beträgt satte 45 Gramm und mehr pro Liter. Bei guten Qualitäten lohnt es sich aber, statt eines Espressos oder Grappas nach dem Essen ein Gläschen auserwählten Dessertwein zu genießen.
Text: © B. B.


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  • Anmerkung der Redaktion:
    Uns schmecken halbtrockene oder trockene Weißweine sehr gut. Diese sind leichter als liebliche Weine.


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