Qualitätsklassen von Wein

Tipps für den Weinkauf
Trinken Sie gerne mal ein Glas Wein? Dann sollten Sie schon beim Kauf mal auf das Etikett
Zwei Gläser Rotwein
Wie erkennt man die Qualität des Weines? - Foto: © fredredhat
schauen. Dieses sagt Ihnen zu welcher Qualitätsklasse der Wein gehört. Wir stellt Ihnen diese Qualitätsklassen von Wein hier vor:

Die Etiketten auf Weinflaschen sind bunt, fantasievoll und verwirrend - und nicht selten wandert eine sympathisch erscheinende Flasche zurück ins Regal, weil die Unsicherheit über den Inhalt doch zu groß ist.

Also entscheiden der Preis oder die Gewohnheit über den Kauf und 80 Prozent der Angebote verweilen ungeachtet im Regal. Dabei ist der Preis nicht das einzige Qualitätssiegel - die Güteklassen sagen mindestens ebenso viel über den Rebensaft hinter dem Etikett.

Die Qualitätsklassen von Wein
Keine Bange: Bei den Qualitätsklassen eines Weins darf nicht geschummelt werden. Sie sind gesetzlich abgesichert und scharf voneinander abgegrenzt. Deshalb können sie als zuverlässiger Ratgeber beim Weinkauf betrachtet werden. Alles andere jedoch entscheidet der persönliche Geschmack. Es lohnt sich also, einen Winzer oder Fachhändler des Vertrauens aufzusuchen und an einer Weinprobe teilzunehmen, um ein Gespür für den eigenen Gusto zu entwickeln.

Tafelwein
Auf der untersten Stufe der Weine steht in Deutschland der Tafelwein. Hierfür wurden Trauben verarbeitet, die durch einen Ernteüberschuss entstanden sind und "weg müssen". Tafelweine haben oft einen einfachen, wenig speziellen Geschmack; ihr Gesamtalkoholgehalt schwankt zwischen 8,5 und 15 Prozent.

Landwein
Landwein hingegen hat bereits eine höhere Qualitätsstufe als der Tafelwein. Auf seinem Etikett muss ein Hinweis zum Anbaugebiet der Trauben zu finden sein; geschmacklich fällt Landwein trocken oder halbtrocken aus.

Qualitätsweine deutscher Anbaugebiete
Eine stabile, gute Geschmacksnote garantieren die so genannten Qualitätsweine deutscher Anbaugebiete, auch Q.b.A. abgekürzt. Ihnen darf kein fremdes Tröpfchen beigemischt werden; ihre Trauben wurden in einem der 13 ausgewiesenen deutschen Anbaugebiete geerntet. Allerdings dürfen die Weine verfeinert und bis zu einem gewissen Maß mit Zucker angereichert werden.

Prädikatwein
Etwas komplizierter wird es bei den Prädikatweinen, die in weitere Unterklassen aufgeteilt sind. Prädikatweine geben sich harmonisch, vollmundig und edel; auf einen Zusatz von Zucker wird durchweg verzichtet.
Die Bezeichnung Kabinett steht für leichte Weine, die auf Basis reifer Trauben gekeltert wurden.
Für die Auslese hingegen müssen es schon vollreife Trauben sein, die eine betont elegante Geschmacksnote ermöglichen.
Kenner bevorzugen auch die Beerenauslese - ein Wein, der aus überreifen und edelfaulen Beeren hergestellt wird und dessen Qualität im wesentlichen von dem Botrytispilz abhängt. Beerenauslese-Weine sind alleine deshalb außergewöhnlich, da sie nicht jeden Jahrgang produziert werden können. Die Trockenbeerenauslese geht noch ein Stückchen weiter und basiert auf geschrumpften, edelfaulen Weinbeeren. Ihr Aroma ist honigartig lieblich; die Weine lassen sich über Jahrzehnte ohne Qualitätseinbußen lagern.

Eiswein
Für den beliebten Eiswein müssen die Trauben sogar gefroren geerntet werden - daher sind Eisweine von einem überraschend frühen Frosteinbruch abhängig, denn erst ab minus sieben Grad Celsius Erntetemperatur darf in Deutschland von einem Eiswein gesprochen werden.

"Classic" und "Selection"
Neu auf dem Weinmarkt sind seit dem Jahr 2000 die Bezeichnungen "Classic" und "Selection":
Ein Classic-Wein besticht durch eine gebietstypische Rebsorte und ein volles, trockenes Aroma.
Selection-Weine sind trockene Spitzenklassetropfen auserlesener Anbaugebiete und beruhen auf traditioneller Handlese und sorgsamer Verarbeitung.
Text: © B. B.


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