Wie wird Roséwein hergestellt?

Interessantes über Roséwein
Viele kennen den Roséwein gar nicht oder haben ihn noch nie probiert. Dabei war er schon der Lieblingswein von Ludwig XIV. Bei Weinkennern ist er auch nicht sehr beliebt. Er wird oft eher als
Roséwein im Glas
Wie bekommt der Roséwein seine Farbe? - Foto: © Schwoab
leichter Sommerwein oder als Aperitif getrunken. Der einzige weltweite beliebte Roséwein ist der "Tavel". Er ist sehr trocken und hat einen beerig-würzigen Geschmack. Dieser Wein kommt aus dem Languedoc-Roussillon an der südlichen Rhône.

Warum ist der Roséwein eigentlich pink?
Roséweine werden in der Regel aus roten Weintrauben hergestellt. Er wird für einige Stunden in sogenannte Maische gelegt und dann ganz normal vergoren. Einige Winzer mischen aber auch Weißwein- und Rotweintrauben.

Wie soll ich den Wein lagern?
Da Roséweine nicht allzu viele Gerbstoffe enthalten, sollte man ihn nicht länger als ein, zwei Jahre lagern. Meist schmeckt der Wein am besten, wenn die Zeit zwischen Ernte und Verkauf sehr kurz ist. Auch diesen Wein sollten Sie an einem kühlen Ort (z.B. im Keller) liegend lagern.

Wie serviere ich den Roséwein?
Eine angefangene Flasche sollte innerhalb eines Tages ausgetrunken werden. Stellen Sie ihn am besten zwischendurch wieder in den Kühlschrank.
Ein Roséwein kann man auch gleich nach dem Kauf trinken. (Siehe Lagerung)
Wer möchte, kann den Wein auch in einer Dekantierkaraffe servieren. Dadurch wird der Wein aber nicht besser (wie beim Rotwein). Es sieht aber vielleicht stilvoller aus.

Wie trinke ich den Roséwein?
Diesen Wein kann man sehr gut als Aperitif oder zur Vorspeise servieren. Ebenso zu Fisch, Tapas und Antipasti. Viele trinken ihn auch gerne zu fernöstlichen Speisen wie Currys oder Thailändischen Gerichten. Aber auch zu deftigen Sachen wie Räucherspeck oder einer Schlachteplatte kann man gut einen Roséwein trinken.

Wie wird der Roséwein hergestellt?
Hier gibt es drei unterschiedliche Verfahren:

Grauer Wein (auch blasser Rosé genannt)
Hierbei werden die Weintrauben sofort nach der Ernte gepresst. Dadurch verbreitet sich die rote Farbe schnell im Saft. Nun trennt man den Saft von den Traubenhäuten und Kernen. Dann kommt er zum Gären.

Roséfarbener Wein
Dazu gibt der Winzer die Trauben nach dem Pressen in einen Gärbehälter. Aus dem Saft wird Alkohol und die Temperatur im Behälter steigt. Der Winzer nimmt jede Stunde eine Probe bis die von ihm gewünschte Farbe "erreicht" ist. Dann füllt er den Wein in einen anderen Behälter um und läßt ihn weiter gären.

Abgestochener Roséwein
Dieser Wein hat eine recht intensive Roséfärbung. Hier wird während des Gärprozesses jede Stunde etwas Saftanteil entnommen. Ist die gewünschte Färbung erreicht, geht es weiter wie beim Roséfarbenen Wein.


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