Das Partybuffet - damals und heute

Was gehört auf ein Büffet?
Wer feiern will, muss planen können. Sofern man nicht nur wenige gute Freunde einlädt, empfiehlt
Ein Partybuffet im Garten
Kleine Häppchen für ein Büffet - Foto: © Dragan Trifunovic
sich unbedingt ein Buffet. Es macht jede Party gleich viel zwangloser. Diesen Umstand schätzte bereits Napoleon I., auf den das Buffet offenbar zurückgeht. Der französische Kaiser war nämlich kein Freund allzu großer Förmlichkeit - außer bei offiziellen Anlässen natürlich.

Vom traditionellen "Bedienenlassen"
Damals bestand ein Buffet in vornehmen Kreisen letztlich aus den gleichen Speisen, die auch am Tisch serviert worden wären. Dies waren Geflügel, Fisch und Wild aus heimischen Ländereien oder Gewässern, aber auch zahlreiche Süßspeisen. Zu der Zeit wusste man noch nichts von Selbstbedienung, vielmehr gab es eine Schar von Angestellten, die den Gästen das Gewünschte auf den Teller legten und dann zum Tisch brachten.

Selbstbedienung wurde Mode - nicht nur im Einzelhandel
Daran änderte sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nur wenig. Erst nach dem Ende des 2. Weltkriegs reduzierte sich das Hauspersonal drastisch. Zugleich lernte man durch die USA den "Self-Service" kennen - zunächst in Lebensmittelgeschäften, nach und nach auch in weiteren Bereichen. Warum also diese Tendenz nicht auch bei der heimischen Party nutzen? Dazu war es jedoch nötig, dass sich die Speisen veränderten: Statt großer Fleischscheiben etwa musste das Essen möglichst handlich angeboten werden. Da die kalte Küche ohnehin als sehr fortschrittlich galt, war es kein weiter Weg mehr zum legendären Käse-Igel, der sich hartnäckig bis weit in die Siebziger-Jahre hinein hielt.

Fantasie der Hausfrau - die kalte Küche
Auch der "Fliegenpilz", eine ausgehöhlte und mit Fleischsalat gefüllte Tomate, stammt aus dieser
Zeit, war jedoch alles andere als leicht zu essen. Zu trinken gab's den Kullerpfirsich, und als Dessert erfreuten sich die "Petits Fours" ungeheurer Beliebtheit, sehr süße und mit Creme gefüllte Mini-Törtchen - ein Hauch des frivolen Frankreich im heimischen Wohnzimmer!

Internationaler Flair in der heimischen Küche
Die locker-flippigen Siebziger-Jahre gingen auch an der älteren Generation nicht spurlos vorbei. Selbst hier sah man Einladungen nicht mehr als derart formelle Anlässe an wie noch kurz zuvor. Dank des Tourismus in südliche Länder waren die dort angebauten Obst- und Gemüsesorten und die Speisen insgesamt nicht mehr fremd. Außerdem hatten sich inzwischen etliche Pizzerien etabliert und erfreuten sich wachsender Beliebtheit. Um einen Hauch von Internationalität zu beweisen, stellten die Gastgeber eine Ratatouille aufs Partybuffet oder versuchten sich an einer Bouillabaisse, immer natürlich mit einer gehörigen Portion Baguette. Und außerdem gab es Pasta in nahezu allen Variationen.

Die "neue, kalte Welle" der Achtziger
Eher schlicht gestalteten sich die Partybuffets der Achtziger-Jahre: Nudelsalat und Kartoffelsalat, dazu Buletten oder Bockwürstchen - fertig. Trotz (oder gerade wegen) zahlloser Kriege und Krisen in ferneren Ländern rückten in den 90er Jahren auch die bis dahin völlig exotischen Länder in den Blickpunkt. Aus den USA schwappte die Welle des "Fingerfood" zu uns herüber. All diese Faktoren führten dazu, dass die Partybuffets immer öfter mit Tapas, Tex-Mex, Sushi und anderen Kleinigkeiten bestückt wurden.

Im neuen Jahrtausend scheint nahezu alles "in" zu sein, was ein wenig Originalität verspricht. Sehr beliebt sind Motto-Partys - zu Halloween etwa oder zum Einläuten des Sommers. Daneben finden sich solche in Anlehnung an die 70er oder 80er Jahre. Und wer sich nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen möchte, kann getrost einen bunten Mix aus allen möglichen Speisen auftischen. Das hat überdies den Vorteil, dass tatsächlich jeder Gast das findet, was ihm am besten schmeckt.


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  • Was macht ein Partyservice?




  • Das kann man für ein Büffet zubereiten:
  • Rezept für einen Partysalat


  • Weiterführende Informationen:
    Wie wird man unangenehme Gäste wieder los?